Der Hund

körperliche/geistige Kondition, Nervenstärke, Gehorsam und natürlich
freundliches Verhalten gegenüber Menschen. Geeignet ist fast jeder Hund, er
sollte jedenfalls arbeitsfreudig, nicht zu klein und nicht zu groß sein.
Körperliche Kondition
Unser Training findet ganzjährig bei jedem Wetter statt. Auch wenn wir in den Einsatz gerufen werden, haben wir keinen Einfluss auf das Wetter. Das heißt: Egal, ob es in Strömen regnet, ob die Sonne brennt oder ob ein eisiger Wind weht, ein Rettungshund sollte auch unter diesen extremen Bedingungen in der Lage sein, freudig, motiviert und ausdauernd seine „Arbeit“ zu tun. Dies bedeutet für den Hundeführer auch außerhalb der Trainingstermine die körperliche Kondition seines Hundes aufzubauen (z.B. durch Radfahren oder gemeinsames Jogging).
Geistige Kondition
Ein angehender Rettungshund muss lernen, sich längere Zeit auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren.
Gehorsam
Der Rettungshund sollte an möglichst viele verschiedene Umweltreize gewöhnt sein, soziale Kompetenz im Umgang mit Artgenossen haben und eine ausgeprägte Beißhemmung aufweisen. Für die Rettungshundearbeit ist es unerlässlich, dass die Hunde über einen guten Gehorsam verfügen und sich auch über große Entfernungen hin lenken lassen. Dies bedeutet konsequente Arbeit.
Ausbildung

Die Ausbildung eines Rettungshundes dauert etwa 2 Jahre.
Unsere Hunde werden ausschließlich über positive Motivation ausgebildet. Das heißt, ihr Spiel- oder Futtertrieb wird genutzt, um ihnen das Anzeigen von vermissten Personen beizubringen. Zusätzlich zum Suchen lernen die Hunde auch Hindernisse wie Leitern und Wassergräben, die sie bei der Suche behindern könnten, geschickt zu bewältigen. Ein weiterer wichtiger Faktor in unserer Hundeausbildung ist der Gehorsam, denn die Hunde müssen dem Hundeführer auch unter Ablenkung (Wild, andere Hunde, viele fremde Menschen etc.) gehorchen.
Außerdem lernen die Hunde Stresssituationen gut zu bewältigen. Geübt wird nicht nur das Begehen von unbekanntem Material und das Überwinden von Hindernissen, sondern auch das Fliegen im Hubschrauber und das Fahren in Motorbooten, da all dies notwendig sein kann um an den Einsatzort zu gelangen. Darüber hinaus werden die Hunde an unterschiedlichste Geräusche gewöhnt, denn der Hund darf auch bei Schüssen oder der Arbeit mit schwerem Gerät (z.B. Presslufthammer etc.) nicht ängstlich reagieren oder sich von seiner Arbeit ablenken lassen.
Zur Einsatzfähigkeit muss der Hund jährlich eine Prüfung in Suche, Gewandtheit und Unterordnung positiv absolvieren.

